Auf großer Fahrt für guten Zweck

Sie gehört zu den außergewöhnlichsten Rallyes in Deutschland. Und zwei Eschweger waren mit dabei. Markus Neuenfeldt und Marius Knur starteten mit ihrem 43 Jahre alten Opel Rekord bei „The Deutschland Rallye“.

Für die beiden leidenschaftlichen Autoliebhaber ging es einmal quer durch Deutschland, insgesamt 3.000 Kilometer legten sie zurück. Allerdings kannten Sie ihre Route lange selbst nicht, denn das Roadbook erhielten sie erst kurz vor dem Start. „Das Besondere an dieser Rallye ist, neben der Grundbedingung mit einem alten Auto zu fahren, dass man nur kleinste Nebenstraßen nutzen darf, um seine Etappenziele zu erreichen“, sagt Markus Neuenfeldt. Deswegen ging es bei der Rallye auch nicht um Schnelligkeit, sondern das Erleben, das Abenteuergefühl stand im Vordergrund. „Wo wir überall lang gekommen sind, da kommst du im normalen Leben niemals hin“, so Marius Knur lachend.

Mehrere vom Veranstalter gestellte Aufgaben mussten die Beiden lösen, Fotos machen an bestimmten Punkten und – als Grundvoraussetzung für die Starterlaubnis – Spenden für ein Charity-Projekt sammeln. „Mit Spendengeldern die Welt ein kleines bisschen zu verändern, ist der Leitgedanke der Rallye“, sagt Marius.

Von vornerein stand fest, dass die Rekord-Jäger, so ihr Teamname, für eine Einrichtung in ihrem Heimatkreis spenden möchten. Und genau das haben sie auch getan. „Unsere Spende ging an den Burgenhof, denn was hier geleistet wird für Jugendliche, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, finden wir großartig“, so Markus Neuenfeldt.

Sage und schreibe 770 Euro kamen während ihrer Abenteuer-Fahrt durch Deutschland zusammen. „Wir haben einfach viele Menschen angefragt, die wir kennen. Und die Resonanz war überwältigend – alle haben gespendet, das war einfach riesig“, so Marius Knur.

Riesig war die Freude auch im Burgenhof. „Wir sagen von Herzen Danke, das ist einfach eine fantastische Aktion der Beiden“, so Sabrina Heine, Leiterin des Burgenhofs, bei der Spendenübergabe. Das Geld ist bestimmt für die Mädchen im Burgenhof, eine interne Gruppe, die sich mit allen Themen beschäftigt, die weibliche Jugendliche interessiert. „Dank der Spende können wir eine Fahrt nach Berlin machen, denn wir möchten so gerne den Reichstag und andere geschichtsträchtige Orte in der Hauptstadt kennenlernen“, sagt Wajiha Taimoor, Bewohnerin des Burgenhofs und Mitglied in der Mädchengruppe.

Bildunterschrift: Die Rekord-Jäger Markus Neuenfeldt und Marius Knur übergaben ihren Spendenscheck an Burgenhof-Leitern Sabrina Heine und die Bewohnerinnen Wajiha Taimoor, Chayenne Westmeyer und Somayo Abdulkadir Hassan. Foto: Privat